Pressemitteilung HC Mutschellen, 26. Februar 2018
Und wieder beendet Sursee eine HCM-Serie

Nach fünf Siegen in Folge verloren die Mutscheller Handballer erstmals in diesem Jahr. Beim Leader Sursee unterlagen die Freiämter knapp mit 29:28.

(Christoph Hajagos) Vor der Partie zwischen dem Leader Sursee und dem Tabellenfünften Mutschellen war bereits klar, dass eine Serie reissen würde. Seit die beiden Mannschaften in der gleichen 2.-Liga-Gruppe eingeteilt sind, setzten sich jedes Mal die Luzerner durch. In der Vorsaison behielt Sursee mit acht beziehungsweise sieben Toren Vorsprung die Oberhand, im Hinspiel der laufenden Spielzeit setzten sich die Luzerner auf dem Mutschellen nur knapp mit 31:32 durch. Zeit demnach für den HC Mutschellen, diese Serie zu durchbrechen. Auf der anderen Seite wollten die Freiämter ihre eigene Erfolgsserie weiter ausbauen. Die fünf Partien seit dem Jahreswechsel hat die Mannschaft von Trainer Stefan Konkol allesamt für sich entscheiden können und sich im Tabellenmittelfeld festgesetzt.

Enges Kopf-an-Kopf-Rennen

In den ersten zehn Minuten wechselten sich die beiden derzeit erfolgreichsten Mannschaften in der Führung ab. Erst nach dem 5:4 durch Sursees gefährlichsten Schützen Gian Kaczmarczyk kamen die Hausherren durch Andreas Kurmann zu einem ersten Zwei-Tore-Polster. Nachdem die Gäste aus dem Aargau zwischenzeitlich jeweils den Anschluss bewerkstelligen konnten, war es in der 18. Minute erneut Kaczmarczyk, der mit seinem 10:7 einen Wechsel auf der Torhüterposition der Gäste provozierte. Ricardo Barbian übernahm die Aufgabe im Tor der Mutscheller für den glücklosen Pascal Wymann. In der Folgezeit bekamen die Freiämter das Geschehen auf dem Platz besser in Griff. Innert drei Minuten kämpften sich die Mutscheller wieder zurück ins Spiel zurück und nach dem 11:10 bat BSV-Trainer Mitat Ferati seine Spieler zum Team-Time-out.

Die kurze Ansprache zögerte den Ausgleich der Gäste nur heraus, gänzlich verhindern konnte sie sie nicht. Duje Vukadin und Walber Miranda sorgten mit je zwei Treffern bis zur 25. Minute zunächst für den Ausgleich, zwei Minuten später sogar für die 13:14-Führung der Freiämter. Lange hielt diese Führung jedoch nicht. Bis zur letzten Minute vor der Pause kehrten die Hausherren das Skore wieder, ehe Vukadin fünf Sekunden vor der Sirene den 16:15-Halbzeitstand bewerkstelligen konnte.

Punktgewinn bis zuletzt möglich gewesen

Mit viel Elan und Motivation kamen die Mutscheller aus der Kabine. Und dieser Elan brachte die Freiämter gleich nach Wiederbeginn zum Ausgleich und in der 34. Minute zur erneuten Führung. Für die nächsten drei Minuten legten die Gäste stets vor, die Surseer konnten jedoch immer wieder ausgleichen. Zwischen der 37. und der 41. Minute kam die Zeit der beiden Torhüter. Sowohl Barbian wie auch sein Gegenüber Philipp Betschart liessen sich in diesen vier Minuten nicht bezwingen. Danach übernahmen die Luzerner wieder das Zepter, führten zwischenzeitlich mit 24:22, konnten aber den erneuten Ausgleich zum 24:24 durch Miranda nicht verhindern. Die letzten zwölf Minuten wurde nichts für Zuschauer und Beteiligte mit schwachen Nerven. Die Führung wechselte mehrmals hin und her, der HCM hatte nach dem 25:26 sogar mehrfach die Chance, den kleinen Vorsprung auszubauen. Doch die Abschlussversuche landeten gleich reihenweise am statt im Tor der Luzerner. So schafften die Hausherren den Ausgleich und in der 59. Minute das 29:28. In den letzten 72 Sekunden gelang den Gästen der (verdiente) Ausgleich jedoch nicht mehr, die Surseer bejubelten lautstark den knappen Sieg.

Enttäuschung und Stolz

In der Analyse des Spiels mischten sich Enttäuschung über den verpassten Punktgewinn mit Stolz, dem Leader bis zum Schluss Paroli geboten zu haben. „Wir sind Sursee auf Augenhöhe begegnet, haben ihnen bis zum Ende das Leben schwer gemacht. Kleine Details haben heute den Ausschlag gegeben“, fasste HCM-Trainer Konkol das Spiel kurz zusammen, „Nach der ersten Viertelstunde bekamen wir das Spiel besser in Griff. Das Spiel wurde zu Begegnung auf Augenhöhe, in der wir einen Punkt verdient hätten. Darauf können wir weiter aufbauen.“

Duell mit dem Tabellennachbarn

Die weitere Aufbauarbeit muss bereits am kommenden Samstag abgeschlossen sein. In der heimischen Burkertsmatt empfangen die Mutscheller den Tabellenvierten aus Stans zum Nachbarschaftsduell. Mit 19 Punkten liegen die Nidwaldner nur gerade einen Zähler und einen Platz vor dem HC Mutschellen. Mit einem Sieg vor eigenem Publikum könnten sich die Freiämter am BSV Stans vorbeischieben. Im Hinspiel setzten sich die Mutscheller in Stans knapp mit einem Treffer Vorsprung durch und möchten den Coup nur allzu gern wiederholen. Die Nidwalder mussten am vergangenen Wochenende ebenfalls als Verlierer vom Platz. In Malters setzte es eine Niederlage mit elf Toren Unterschied ab. Doch der HCM wird gewarnt sein. Bekanntlich sind angeschossene Wildtiere besonders gefährlich.

BSV RW Sursee – HC Mutschellen 29:28 (16:15). Stadthalle Sursee. – 135 Zuschauer. – SR Celentano/Huber. – Torfolge: 1:0, 1:2, 2:2, 2:3, 4:3, 4:4, 6:4, 6:5, 7:5, 7:6, 8:6, 8:7, 10:7, 10:8, 11:8, 11:10, 12:10, 12:11, 13:11, 13:14, 16:14, 16:15; 16:16, 17:16, 17:18, 18:18, 18:19, 19:19, 19:20, 20:20, 20:21, 21:21, 21:22, 24:22, 24:24, 25:24, 25:26, 27:26, 27:27, 28:27, 28:28, 29:28. – Strafen: je 2-mal 2 Minuten. – Sursee: Betschart, Ferati (für 1 Penalty), Bratanovic (ab 48.); Büchler, Drazetic (6/2), Erni (2), Kaczmarczyk (7), A. Kurmann (4), Ch. Kurmann (1), Meyer (4), Trüssel (4), Wechsler (1), Wildhaber. – Mutschellen: Wymann, Barbian (ab 18.); Baur (4), Bossard (2), Gündel (1), Michel, Miranda (10/5), Pantic, Ulrich (1), Vetsch, Vukadin (9), Walther (1). – Bemerkungen: Füglistaler und Kyburz bei Mutschellen nicht eingesetzt. – Timeout: Sursee (21./11:10 und 50./25:25), Mutschellen (12./6:4 und 59./29:28). – Mutschellen ohne Leuenberger (verletzt) und Tanner (freigestellt).



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